Österreichische Wasserrettung

Bundesleitung

Sport

Mit der Idee, Menschen für das Wasserrettungswesen zu gewinnen, entstand der Rettungssport. Getreu dem Motto: Ein guter Rettungssportler ist auch ein guter Rettungsschwimmer.

Die Disziplinen im Rettungsschwimmsport entsprechen dabei Fertigkeiten, die im Rettungsschwimmen zur Rettung Ertrinkender erlernt werden, und bieten damit Rettungsschwimmerinnen und Rettungsschwimmern die Möglichkeit, ihr Training nicht nur auf den Einsatzfall zu fokussieren, sondern das Rettungsschwimmen auch als Sport auszuüben.

Sollte jedoch ein Ernstfall eintreten, verbessert der Rettungssport die Chance Leben zu retten, denn Kraft, Kondition, Schnelligkeit und die Beherrschung der Rettungsgeräte sind Voraussetzung dafür, im Wettbewerb konkurrenzfähig sein zu können.

Bei Meisterschaften im Rettungsschwimmen treten regelmäßig Rettungsschwimmerinnen und Rettungsschwimmer im sportlichen Wettkampf gegeneinander an. Neben nationalen Meisterschaften wie Regional- Landes- oder Bundesmeisterschaften gibt es auch Europameisterschaften, Weltmeisterschaften und Interclub Meisterschaften, die dem Clubsystem der Fußball Champions League entsprechen.

Beispiele für Meisterschaften:

  • Bezirks- bzw. Regionalmeisterschaften
  • Landesmeisterschaften
  • Bundesmeisterschaften (Verbandsinterne nationale Meisterschaft)
  • Österreichische Meisterschaft
  • Speedlifesaving (Interclub Meisterschaft)

Alle Ergebnislisten der vergangenen Jahrzehnte, Österreichische Rekorde, Veranstaltungsinformationen und vieles mehr sind auf www.rettungssport.at zu finden.

Wettkämpfe im Rettungsschwimmen werden üblicherweise in Disziplinen im Schwimmbecken (in englischsprachigen Regelwerken meist Pool Events) und in die Disziplinen im Freigewässer (Open-Water) eingeteilt.

Pool Disziplinen

Einzeldisziplinen:

  • 200 m Hindernisschwimmen (Obstacle Swim)
  • 50 m Retten einer Puppe (Manikin Carry)
  • 100 m Kombinierte Rettungsübung (Rescue Medley)
  • 100 m Schwimmen und Retten mit Flossen (Manikin Carry with Fins)
  • 100 m Retten mit Flossen und Gurtretter (Manikin Tow with Fins)
  • 200 m Super Lifesaver

Mannschaftsdisziplinen:

  • 4×25 m Puppenstaffel (Manikin Relay)
  • 4×50 m Hindernisstaffel (Obstacle Relay)
  • 4×50 m Gurtretterstaffel (Medley Relay)
  • 4×50 m Rettungsstaffel
  • Leinenwurf (Line Throw)
  • Simulierte Rettungsübung (SERC)

Open-Water Disziplinen

Einzeldisziplinen:

  • Brandungsschwimmen (Surf Race)
  • Rettungsbrett-Rennen (Board Race)
  • Rettungsski-Rennen (Surf Ski Race)
  • Rettungsdreikampf (Oceanman/Oceanwoman)
  • Beach-Flags
  • Strandsprint (Beachsprint)

Mannschaftsdisziplinen:

  • Retten mit Gurtretter (Rescue Tube Rescue Race)
  • Retten mit Rettungsbrett (Rescue Board Rescue Race)
  • Gemischte Rettungs-Staffel (Taplin Relay Race)
  • Strandsprint-Staffel (Beach Relay)

Bereits in den 60er Jahren wurden das erste Mal in Österreich Meisterschaften im Rettungsschwimmen durchgeführt. Die Disziplinen unterschieden sich damals sowohl in Österreich, als auch International deutlich von den heutigen. Es wurden sowohl auf nationaler, als auch auf internationaler Ebene Regelwerke erarbeitet und die Wettkämpfe wurden nach diesen Regeln durchgeführt.

Traditionell haben sich die alten Bewerbe (Ballwurf, Hindernisschwimmen und Luftmatratzenretten) bis 2010 in Österreich gehalten, während auf der ganzen Welt das internationale Format üblich wurde.

Ab 2011 begann die Angleichung an die International Lifesaving Federation auch im Österreichischen Rettungssport. Aus diesem Grund verfügt Österreich noch immer über ein eigenes, dem internationalen Regelwerk stark angelehntes Regelwerk, welches speziell für die Jugend eigene jugendfreundliche Elemente beinhaltet.

Der Rettungssport verbreitete sich in den letzten Jahren weltweit rasant. Er ist seit 1985 auch fester Bestandteil der Worldgames, olympisch anerkannt, jedoch noch nicht Teil des Olympischen Programms.

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