Österreichische Wasserrettung

Bundesleitung

Tauchlehrerassistent - ÖWR Taucher***

A. Kursort und Anmeldung:
Das benötigte Tauchgewässer muss mindestens 40 m tief sein.

B. Vorbedingungen:
Assistentenanwärter dürfen nicht kürzer als ein Jahr im Besitz des Tauchscheines ÖWR Taucher** sein. Sie müssen nach dieser Prüfung mindestens 40 Tauchgänge (bestätigte Logbucheintragungen) absolviert haben, wovon zumindest 20 eine Tiefe zwischen 30 und 40 m erreichten und die restlichen nicht weniger als 10 m tief waren; außerdem ist die Durchführung von zumindest drei 40-m-Abstiegen in den letzten sechs Monaten nachzuweisen.

C. Abschlussprüfung:
Die theoretischen Kenntnisse werden in Form einer schriftlichen Prüfung (Beantwortung vorgelegter Fragen) und eines „Lehrauftritts“ bzw. „Lehrgespräches“ überprüft. Alle Schnorchel- und Gerätetauchdisziplinen sind Freigewässer zu erbringen.

Der Ausbildungs- und Prüfungskommissionsleiter muss zumindest ein Tauchlehrer 2. Stufe sein. Nach erfolgreichem Kursabschluss bestätigt der Kommissionsvorsitzende die erbrachte Leistung.

D. Erforderliche praktische Fähigkeiten:

  1. 1500 m Schnorcheln und anschließend 10 m Streckentauchen
  2. 50 m Streckentauchen.
  3. Kombinationsübung: 100 m schnelles Schnorcheln, daran anschließend 20 sec Zeittauchen; nach einer Pause von 10 sec eine Tauchpuppe (scheinbares Gewicht im Wasser: 1,5 kg) aus 3 m Tiefe bergen und 50 m weit schleppen.
  4. Mit kompletter Tauchausrüstung (ABC, Gerät und Bleigürtel) 1000 m Schnorcheln.
  5. 30-m-Tauchgang (Einsatzübung): Der Prüfling ist Gruppenführer, begleitet von zwei Tauchern (einer ist der Prüfer); Lösung einer der örtlichen Gegebenheiten angepassten Aufgabe.
  6. Gerätetauchgang zwischen 40 und 50 m: Der Prüfling führt zwei weitere Taucher, wovon einer der Prüfer ist: Anwendung der UW-Zeichensprache; Orientierung mittels UW-Kompass; Austarieren mit der Rettungsweste; in ca. 40 m Tiefe Überprüfen des Verhaltens des Kandidaten bei (simuliertem) Atemgasmangel eines der beiden Mittaucher; Bergung dieses Tauchers, unter Einhaltung eines Sicherheitsstops auf 3 m und anschließendem Abschleppen an der Wasseroberfläche, ca. 150 m weit. „Verunfallten“ an Land bringen und weitere Veranlassungen für dessen Versorgung treffen (Wiederbelebung, Gabe von Sauerstoff, Rettungskette, Bericht).
  7. Nachtabstieg (ca. 30 m) als Taucheinsatzübung unter erschwerten Bedingungen: Der Prüfling ist Gruppenführer, begleitet von zwei Tauchern, wovon einer der Prüfer ist: Lösung einer den örtlichen Gegebenheiten angepassten Aufgabe, Einsatz von UW-Lampen etc.
  8. Nachweis der erfolgreichen Teilnahme an eigenen Schulungsprogrammen (d.h. vom LRT bestätigte diesbezügliche Eintragungen z.B. im ÖWR-Dienstbuch) im Gesamtumfang von mindest 40 Stunden (zumindest 30 davon unter direkter aufsicht eines ÖWR-Tauchlehrers), welche die folgende Fachgebiete umfasst haben:
    • Rettungstauchen (einschließlich Selbstrettung, mit besonderem Gewicht auf Problemlösungen und Gefahrenvermeidung im Umgang mit unsicheren Tauchschülern
    • Vorträge zu theoretischen Unterrichtseinheiten zu planen, vorzubereiten und zu präsentieren
    • Unterricht und Beaufsichtigung von taucherischen Fertigkeiten (Vorbereitung, Planung, Vor- und Nachbesprechung, Gruppenkontrolle und Beaufsichtigung, Vorführung von Fertigkeiten, Erkennen und Lösen von Problemen, Beurteilung von Tauchschülern).
    • Bootsführer- Kenntnisse (einschließlich Tauchen vom Boot aus); ein Schiffsführerpatent wäre anzustreben. Ansonsten muss der Assistent zumindest in der Lage sein, sich am normalen Betrieb eines Motorbootes beteiligen zu können (beispielsweise beim An- und Ablegen).
    • Wiederholungskurs des sechzehnstündigen Erste-Hilfe-Kurses, wenn der vorangegangene älter als 3 Jahre war; zusätzlich eine Unterweisung im Umgang mit der Sauerstoffversorgung bei Tauchunfällen; diese darf nicht länger als 2 Jahre zurückliegen.
    • Praktische Erfahrung und Kenntnisse um Umgang mit Trockentauchanzügen, insbesondere bei der Partnerübung.

E. Theorie:
In Form eines Vortrages („Lehrauftrag“) oder „Lehrgespräches“ (ca. 20 Minuten) über ein etwa eine Stunde vorher bekannt gegebenes Thema und durch die schriftliche Beantwortung vorgelegter Fragen werden weitreichende Kenntnisse auf den vier beim Grundtauchschein genannten Fachgebieten nachgewiesen.

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